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Costa Rica: San Jose - Poas - Arenal - karibische Küste |
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Costa Rica - Erlebnisse einer Rundreise mit Badeverlängerung (an der karibischen Küste) "ein Reiseführer, der sich von anderen völlig abhebt.. unterhaltsam geschrieben.. kurze Sätze.. herzerfreuende Kleinigkeiten/Details.. benötigte Gepäckstücke.." 64 Seiten, 29 Abbildungen Inhalt: Vorwort, Kurzgeschichte Costa Ricas, Währung, Rundreise - San Jose - Vulkane Poas und Arenal - Tabacon Heilwasserquellen - Cano Negro-Wildschutzgebiet - Braulio Carillo Nationalpark (Dschungelseilbahn) - Biologische Station La Selva - Turrialba (Indigenesreservat Chirripo/Catie) - karibische Küste Punta Uva/Punta Cocles, Vor/Nachteile Costa Ricas, Checkliste: Was nehme ich mit |
| Ziel | Land und Leute kennenlernen, Erholung (Hörerreise Bayerischer Rundfunk) |
| Wann | 14.1. - 23.1.1999 |
| Beteiligte | Matthias Weisser, Markus Weisser, Reisegruppe mit Kameramann des BR |
| Anreise | S-Bahn: Taufkirchen -> München Flug: München -> Madrid -> San Jose mit Iberia und zurück |
| Reiseroute | San Jose -> Vulkan Poas und Arenal -> Tabacon Heilwasserquellen -> Cano Negro-Wildschutzgebiet -> Braulio Carillo Nationalpark (Dschungelseilbahn) -> Biologische Station La Selva -> Turrialba (Indigenesreservat Chirripo/Catie) -> karibische Küste Punta Uva/Punta Cocles |
| Impfungen | keine durchgeführt |
| Währung | Dollars bei der Bank gegen die bunten "Colones" eintauschen, Visa-Card, Reiseschecks American Express nutzbar |
| angezogen | leichte Sommerkleidung |
| Erfahrungen | stellenweise unberührtes Land mit herrlichem Regenwald
und Dschungelseilbahn. Karibikküste noch wenig touristisch erschlossen. Spanischkenntnisse hilfreich. Medizinisch hochentwickeltes Land. Tolle reife exotische Früchte und preisgünstiger Fruchtpunsch (im Vergleich zu Cola). Reggae-Rhythmen. |
| Finanzielles | Für deutsche Touristen teuer, da alles in Dollars bezahlt werden muß |
| Tipps | mit der Dschungelseilbahn fahren, der herrlich bunte 5-Colones-Schein
der herrliche Naturpark bei Cahuita, das Tabacon-Resort, die Cano-Negro-Fahrt |
| Aufgeschrieben | im Juni 2000 aus den Notizen vom Februar 1999 © 2000-2007 Matthias Weisser |

Von San José fahren wir mit dem Bus
nach Heredia. Über Alajuela zum Vulkan Poás, Sarchi, Zarcero und
Ciudad Quesada (San Carlos). Tagesausflug zum Caño Negro-Schutzgebiet
(1) im Norden bei Los Chiles. Rückweg über den Vulkan Arenál
mit den Tabacón-Heilwasserquellen. Zur Dschungelseilbahn (2) am Braulio
Carillo-Nationalpark und der biologischen Station "La Selva" (3).
Über Siquirres ins Indianerreservat bei Turrialba. Limón, Punta
Uva an der karibischen Küste. Badeaufenthalt bei Punta Cocles südlich
von Puerto Viejo. Ausflug nach Cahuita. Kaffeeplantage bei Heredia. Rückflug
von San José.
Textauszug . . .
3. Tag: Samstag 16. Januar - Caño Negro-Schutzgebiet, Vulkan Arenál,
Tabacón Resort
Leguane beim Rio San Rafael, Los Chiles, Bootsfahrt durch das Caño
Negro-Wildschutzgebiet, Vulkan Arenál, Tabacón Heilwasserquellen
Das Frühstück gibt es im Hauptgebäude in der Nähe des Pools.
7:30 stellen wir uns in die Schlange beim Frühstücksbuffet. Orangensaft,
Toast und natürlich jede Menge frische Früchte. Toll ist der Omelettbäcker,
der mit viel Liebe aus verschiedenen Zutaten individuelle Omeletts z.B. mit
Schinken und Käse macht.
Eine weite Strecke gilt es heute zurückzulegen. Bis nach Los Chiles wollen
wir hinauf in den Norden zur nicaraguanischen Grenze. Die Straße 35 ist
in schlechtem Zustand. Hubert versucht den Löchern so gut auszuweichen,
wie es eben geht. Stellenweise kommen wir nur sehr langsam voran.
Bei der Brücke über den "Rio San Rafael" gibt es eine Pause:
Einkaufen im Supermarkt und das Bewundern der Leguane links und rechts der Brücke,
die sich in Costa Rica mittlerweile stark vermehrt haben.
Endlich erreichen wir das Caño Negro Schutzgebiet bei Los Chiles. Vom
Bus steigen wir in ein langes schmales Boot um. Mit dem Außenborder befahren
wir nun einen kleinen Teil des 9966 Hektor großen Schutzgebiets zwischen
Los Chiles und Guatusos. Zum großen Teil besteht es aus Wald, Flüssen
und einer gestauten Lagune von etwa 800 Hektar. Während der Trockenzeit
sei die Lagune fast ausgetrocknet, in der Regenzeit mit dem Boot befahrbar.
Die durchschnittliche Temperatur beträgt hier angenehme 25°C.
Auf der Fahrt begegnen uns verschiedene Vogelarten, Affen, Faultiere, Krokodile
und anderes mehr. Der erfahrene Bootsführer weiß genau, welches Tier
wo sitzt, fährt dicht heran und zeigt uns, wo wir hinsehen müssen.
Ob die Tiere an den Einnahmen beteiligt sind? Diego hat jedenfalls sein Bestimmungsbuch
dabei und kennt die ganzen Namen.
Vorne machen wir am Ufer Halt für ein Picknick im Grünen. Ausgerechnet
jetzt muß es anfangen zu regnen. Unter dem dichten Baum geht es noch einigermaßen,
die meisten flüchten jedoch ins überdachte Boot. Bald ist der heftige
Guß vorbei und die Sonne kehrt zurück. Gut war das Essen! Eine neugierige
Familie von Schweinen zieht an uns vorbei. Volle Bootskraft bringt uns rasch
zurück zur Anlegestelle, vorbei an mächtigen Urwaldriesen.
Unser Bus fährt die weite Strecke nach Südosten zurück und biegt
bei Muelle (de San Carlos) rechts ab in Richtung Arenál Vulkan. Zuletzt
ist er im Juli 1968 ausgebrochen, nach 500 Jahren Pause. Giftige Gase, Feuer,
Lava: Im Umkreis von ca. 8 km wurde alles zerstört. 78 Personen, Tiere,
Bäume und die Dörfer Tabacón und Pueblo Nuevo verschwanden.
Seitdem ist der Vulkan permanent aktiv. Jeden Tag spuckt er Dampf, Steine und
auch Lava.
Von weitem sieht er gar nicht so gefährlich aus. Mit der klassischen Kegelform
ragt er aus der Ebene um San Carlos. Leider ist die Sicht heute wolkenverhangen.
Laut Diego ist dies eine der schönsten Landschaften im Nordosten von Costa
Rica.
Hubert hält direkt am Tabacón-Resort, wo wir eigentlich schon gestern
sein wollten. Es ist eine Luxus-Anlage mit vulkangespeisten Thermalflüssen,
5 Naturschwimmbecken und einem Sprudelbad. Teilweise stürzt das Wasser
über Kaskaden herunter. Unter den Wasserfällen stehen die badenden
Touristen. Die Wassertemperatur liegt zwischen 27 und 29 Grad. Das ganze ist
von exotischen Pflanzen und wunderschönen Blumen umgeben. Massagen und
Schlammbadkuren ergänzen das Dienstleistungsangebot.
Wir sind eingeladen, dürfen also gratis hinein. Jeder bekommt ein blaues
Band um den Arm herum. Leider habe ich meine Badehose vergessen. Schön
soll der Ausblick auf den Arenalsee sein. Der Weg führt durch die Anlage
und dann links den Berg hinauf. Am Boden befördern Blattschneiderameisen
ihre grüne Fracht. 18:00 ist vorbei und rasch wird es dunkel. Auf halbem
Wege müssen wir zurück. Wir sehen noch die Einfaßstelle, wo
das heiße vulkanische Wasser in das Rohrsystem des Tabacón eingeleitet
wird. Die Akkus sind leer, also wird es heute nichts mehr mit dem Filmen.
Zum Abendessen bleiben wir hier. Das Restaurant ist auf italienische und costaricanische
Küche spezialisiert, das Hühnchen frisch und schmackhaft gebraten.
Dazu trinken wir frischen Pina-Saft. Etwa 7500 C (DM 48.-) haben wir heute abend
zu zweit ausgegeben. Preisgünstig ist es nicht gerade. Schade, dass es
hier so schnell dunkel wird. Nachts treffen wir wieder im Hotel "El Tucano"
ein.
UNTERKUNFT: HOTEL MELIÁ EL TUCANO IN SAN CARLOS
4. Tag: Sonntag 17. Januar - Dschungelseilbahn, Biologische Station "La
Selva"
Dschungelseilbahn am Braulio Carrillo-Nationalpark, biologische Station
La Selva der OTS in Sarapiqui
Morgens 7:30 erwartet uns wieder das bekannt gute Frühstück mit Früchten
und Toast. Gut gestärkt fahren wir mit unserem grünen klimatisierten
Bus über Ciudad Chesada (San Carlos) und Aguas Zarcas nach San Miguel.
Dann die "4" über Puerto Viejo in Richtung Guapiles/Limon. Anschließend
die "32" nach rechts in südlicher Richtung (Richtung Zentraltal)
hinauf zur Dschungelseilbahn am Braulio Carrillo-Nationalpark.
Kurz bevor wir am Parkplatz eintreffen, kündigt Diego im Restaurant im
Tal unseren späteren Besuch an. Nun geht es also los. Große Traktoren
stehen bereit, hinten einen überdachten Wagen angehängt für die
Besucher. Aufsteigen und los geht die kurvenreiche Fahrt 1.5km hinauf in den
Urwald. Toll der Blick über die Baumwipfel der unberührten Urwaldriesen
im Tal, eine Mischung aus Nebel- und Tropenwald.
In einer Hütte läuft ein Video, das die Arbeiten von Dr. Donald Perry
und John Williams erklärt. Die Anlage verfügt über Pfade und
eine Hängebrücke. Lt. Prospekt sollten wir hier einen ganzen Tag bleiben,
um zu begreifen warum der Urwald für die Menschheit so wichtig ist. In
unserem Programm ist eine 50 Minuten-Wanderung durch unberührten Urwald
geplant, die leider ausfällt.
Zur Dschungelseilbahn also. Sie entstand unter der Regie des Biologen Donald
Perry. Seit Oktober 1994 ist die 2.6km lange Seilbahn in Betrieb. Seitdem sind
lt. Prospekt Tausende costaricanischer Studenten im Rahmen ihrer Umweltausbildung
mit dieser Bahn gefahren. An der höchsten Stelle schwebt die Gondel in
27m Höhe zwischen den Baumkronen. Die Fahrkörbe bewegen sich übereinander,
so dass nur ein möglichst schmaler Eingriff in die Natur notwendig war.
Für den Bau wurden Spezialhubschrauber benutzt, um die Stahlpfosten nicht
über Land transportieren zu müssen, was einen beträchtlichen
Schaden im Wald verursacht hätte.
5 Mann passen in eine Gondel, einer davon der fachkundige Führer und so
dauert es eine ganze Weile bis unsere Gruppe auf der Reise ist. Wir lassen uns
Zeit und fahren dann zu zweit mit Stephen, der nur englisch kann.
Lianen zeigt er uns, die mit nachwachsenden Bäumen in die Höhe wachsen.
Drüben am Baumstamm sitzt ein grüner Molch, dort seltene Vögel
und manchmal auch Schlangen. Mal "schweben" wir hoch oben über
den Baumkronen, mal wieder ganz in Bodennähe. Wilde Tiere huschen durch
den Dschungel. Glück haben wir mit dem Wetter. Woher der Name Regenwald
wohl kommt? Während unserer Tour regnet es jedenfalls nicht. Wieder am
Startpunkt der Seilbahn hole ich auf der dunklen Toilette Elisabeths verklemmten
Film aus der Kamera. Schade, dass die schöne Tour so schnell vorbei ist.
Unser Bus fährt uns hinunter in das schon bekannte Restaurant bei Guapiles.
Die meisten essen den Fisch. Wir bestellen Casado, in Costa Rica eines der populärsten
Tagesmenüs: Reis und gebratene schwarze Bohnen, dazu Kochbananen, Fleisch
und Salat. Im Reiseführer steht, dass "casado" "verheiratet"
bedeutet und dieses Gericht nun das ist, was den "Tico" lebenslang
erwartet, wenn er eine "Tica" heiratet. 2300 Colones (knapp DM 15.-)
bezahlen wir zu zweit.
Ich filme in der Küche, wie offensichtlich auch unser Kameramann. Mit Holz
wird hier gekocht, die Scheite schiebt man in den großen schwarzen Gussofen.
Nachschb liegt im Freien vor der Türe. Durch die Ritzen der eingelegten
Gussdeckel sieht man die Glut im Ofen. Geschickt werden die Pfannen und Töpfe
hin- und hergeschoben, die Fische gewendet. Auch mit einfachen Mitteln kann
man ein gutes Ergebnis erbringen.
Mit einiger Verspätung geht es weiter zur biologischen Station "La
Selva" in Sarapiqui. Das Schutzgebiet wird von der OTS (Organisation für
Tropische Studien) verwaltet. 1200 ha ist das Gelände groß, angrenzend
an den Braulio Carrillo-Nationalpark.
Man unterscheidet Primärwald (langsam natürlich gewachsenen Wald)
und Sekundärwald (nach Wiederaufforstung z.B. im Anschluß an eine
Kaffeeplantage). Laut Aussage von Diego sind bisher alle Wiederaufforstungsprojekte
seit 1970 gescheitert. Der Anbau von Teakholz saugt den Boden aus. Eine Kaffeeplantage
sei positiver zu bewerten. Als Ausgleich für die grüne Lunge Costa
Ricas bekommt das Land von den USA ein sogenanntes Sauerstoffgeld.
Seit 5 Jahren werden in Costa Rica Nüsse - Makadamien - angebaut. In den
Schulen wird das Fach Umweltschutz gelehrt (3 Jahre Pflicht). Die Kinder müssen
Papier und Glas sammeln. In den Hotels gibt es Bioseife.
Im Programm war eine 3-stündige Wanderung über Flachland und ins Gebirge
durch verschiedene Mikroklimazonen und Vegetationswelten vorgesehen. Dafür
sind wir heute zu spät dran. Es ist nur noch kurz hell. Wieder haben wir
zuviel Zeit verloren beim Mittagessen á la carte.
Trotzdem sehen wir noch Tukane, Faultiere bei der Hängebrücke, Affen,
Blattschneiderameisen und einen kleinen giftigen roten Frosch. Unser Führer
erzählt von 1500 verschiedenen Orchideenarten und 110 verschiedenen Fledermäusen.
Auf dem Rückweg fliegen sie uns um die Ohren. Herr Gaitanides nimmt mit
seinem Sony TCD5-Recorder die charakteristischen Dschungelgeräusche auf.
Wir fahren zum Hotel Country Club Suerre in Guapiles. Einen Fön wie bisher
gibt es leider nicht in unserem Zimmer 61, dafür läuft die Wasserspülung
ständig. Weil es mich stört stelle ich einfach das Wasser ab. Groß
ist der Pool, klein unsere Lust darauf an diesem Abend.
Für das Essen bezahlen wir zu zweit 5200 C (ca. DM 34.-). Die Überraschung
des Abends ist die Tanzschule Malecon, die zeigt, wie gut Lateinamerikaner tanzen
können, wenn man es von klein auf lernt und immer weiter trainiert. Zu
karibischen Rhythmen holen sich die Tänzer zu vorgerückter Stunde
auch die Touristen auf die Tanzfläche. Einen Gutschein haben wir bekommen
für eine Gratis-Tanzstunde. Wie sollen wir den bloß einlösen?
UNTERKUNFT: HOTEL COUNTRY CLUB SUERRE IN GUAPILES
. . . . .
6. Tag: Dienstag 19. Januar - Karibische Küste, Cahuita
Karibische Küste: Punta Uva, Puerto Viejo, Naturpark bei Cahuita, Punta
Cocles
Wir haben mit unserem Zimmer Glück gehabt. Bis auf ein paar Ameisen ist
alles in Ordnung. Toll ist der weiße Strand hier, den es wohl bis hinunter
nach Panama gibt. Weit ist es nicht bis zur Grenze. Korallenbänke gibt
es, üppigen Regenwald und Palmen bis an die Wasserlinie. An den Stellen,
die nicht mit Korallen übersäht sind könne man gut baden. Zum
Tauchen bzw. Schnorcheln gäbe es gute Möglichkeiten. Für 40$
wird ein entsprechender Ausflug angeboten.
Um 7:00 gibt es Frühstück. Höflich ist er, der Schweizer, der
uns hier bedient. Dafür arbeitet er sehr bedächtig und unrationell:
Was noch fehlt, beschafft er einzeln, eines nach den anderen. Dem Arbeitsaufkommen
unserer mehr als 30-köpfigen Reisegruppe (noch Kaffee? noch Tee? hier fehlt
noch die Butter) ist er nicht gewachsen und so zieht sich das Frühstück
in die Länge. Markus organisiert die dringendsten Dinge gleich direkt in
der Küche. Ein paar sind mit unserem 4-Sterne-Hotel noch immer unzufrieden
und so telefoniert Diego wegen einer Ersatzunterkunft.
Mit dem Bus fahren wir erst einmal nach Norden, Richtung Cahuita. Das besondere
hier ist der lange breite, weiße Strand ("Playa Blanca") mit
seinen großen Palmen. Auf dem Weg kommen wir durch das kleine Dorf Puerto
Viejo, direkt am Meer gelegen. Nördlich davon ist der Strand ein gutes
Stück weit dunkel gefärbt ("Playa Negra").
Hier auf der Karibikseite ist das Wetter anders. Die Trockenzeit beginnt im
September und endet im Oktober. Es kann also das ganze Jahr regnen.
Man trifft eine Mischung aus 3 Kulturen an:
· die afrokaribische,
· die weiße und
· die der Indianer.
Früher war es den Schwarzen auf der Karibikseite verboten in die Hauptstadt
nach San José zu reisen. Sie sprechen eine eigene Sprache, "spanlisch"
und hören Reggae-Musik (Bob Marley).
Die Eisenbahn wurde von der United Fruit Company (heute Chiquita) gebaut. Dafür
durfte das Land 5km links und rechts der Gleise landwirtschaftlich für
den Bananenanbau genutzt werden. Durch das Erdbeben 1991 wurde nicht nur die
Eisenbahn, sondern auch Brücken, Wasser- und Abwasserleitungen in Limón
zerstört. Die Karibikküste hat sich etwa um 1m gehoben. Als Folge
sterben die Korallen ab. Viele Bäume wurden entwurzelt und teilweise über
die Flüsse ins Meer gespült. Jetzt liegen sie an den Stränden.
Laut Programm war für heute ein Ausflug zum Schutzgebiet Gandoca Manzanillo
südlich von Puerto Viejo vorgesehen. Mit 4.436ha Meeresfläche, 15km
Küstenlinie und 5.13ha Flachland und Hügel erstreckt es sich bis zur
panamesischen Grenze. Korallenformationen, von Palmen übersäte Strände
und ein kleiner Mangrovensumpf. Es umschließt die schwer zugänglichen
Dörfer Manzanillo und Gandoca.
Stattdessen besuchen wir nun den nationalen Naturpark bei Cahuita. Eintrittsgeld
brauchen wir hier nicht zu bezahlen, stattdessen gibt man eine Spende von z.B.
100 C (64 Pfennige). Traumhaft weiß ist der Strand, interessant der Naturpfad
durch den Dschungel, keine 50 Meter vom Strand entfernt: Schmetterlinge, Affen,
die in den Bäumen herumturnen, Faultiere und Krabben. Papageien und Tukane
habe ich an diesem Tag nicht entdeckt.
Nach einiger Suche finden wir ein passendes T-Shirt für Marianne zuhause.
Martha, die einheimische Verkäuferin im Laden einer Deutschen hat die bisher
billigsten Postkarten. Auf der Post erstehen wir die passenden Briefmarken.
Aus den Kneipen links und rechts der Straße dringt Reggae-Musik. Innen
wird man eher misstrauisch angesehen und so ist man froh, wenn man heil wieder
draußen ist. Hoch soll die Kriminalitätsrate sein, hier in Cahuita.
Viele Arbeitsmöglichkeiten gibt es ja nicht. Noch ein Foto von den gelben
Kokosnüssen, bevor es mit dem Bus zurück geht.
Diego hat uns mittlerweile ein anderes Quartier besorgt. Wir ziehen im "Las
Palmas" aus und einige Minuten später im wenige Kilometer entfernten
Hotel "Punta Cocles" ein. Quartier und Service sind hier deutlich
besser. Die Anlage ist mitten in den angrenzenden Urwald hineingebaut und gut
gepflegt.
In unserem Bungalow 41 gibt es ein Klimaaggregat und an den Fenstern Moskitonetze.
Farb-TV und Kühlschrank im Zimmer wie im Hotel zuvor gibt es allerdings
nicht. Ebensowenig dieselbe Nähe zum Strand und so bereuen die ersten den
Umzug in das hier teurere Hotel. Vielleicht hätte man sich auch dort arrangieren
können.
Die hartnäckigen Teerflecken auf Jeans und T-Shirt vom Pickup, die ich
morgens massiv mit der übrigen Butter vom Frühstück eingeschmiert
hatte werden jetzt mit Seife herausgewaschen. Mit viel Mühe werden auch
die von der GTZ-Wandertour total versauten Schuhe wieder sauber. Dank Theresas
Fön (auf 110V umgestellt) wird alles wieder trocken. 12 Postkarten schreibe
ich, die Adressen habe ich mitgebracht. Das Abendessen entfällt an diesem
Tag.
UNTERKUNFT: HOTEL PUNTA COCLES BEI PUERTO VIEJO (KARIBISCHE KÜSTE)
. . . . .
8. Tag: Donnerstag 21. Januar - Karibische Küste, Puerto Viejo
Faulenzen, Post aufgeben in Puerto Viejo
Heute unternehmen wir einen weiteren Fußmarsch über die staubige
Straße nach Puerto Viejo. Beim "Nice Nest" steht heute ein älterer
dunkelhäutiger Mann - vor ihm die grünen Kokosnüsse. "Bounty"
habe ich schon immer gerne gegessen und Kokosstücke gibt es schließlich
sogar in Italien am Strand.
Für 75 C (50 Pfennig) bekommen wir 2 Stück. Der nette Herr öffnet
sie mit der Machete und steckt jedem von uns einen Strohhalm hinein. Ganz ok,
der Trinkgenuß. Wenn man jetzt noch das Fruchtfleisch herausbekäme!
Mit meinem Taschenmesser geht es nicht. Ohne große Worte zerteilt uns
der Verkäufer die Nüsse in Hälften. Mit Messer oder Löffel
ist der Inhalt rasch herausgekratzt. Wie "Bounty" schmeckt es nicht
gerade, dafür ist es sicher gesünder.
Wieso dieselben Nüsse beim nächsten Besuch dann gleich 200 C gekostet
haben war nicht zu ergründen. Jedenfalls bestand der Sohn auf diesem höheren
Preis. Ob es daran lag, dass im Ort gerade ein Surf-Festival stattfand?
Heute haben wir die Postkarten dabei und werfen sie in den bewussten Pappkarton-Briefkasten
bei der Western Union. Um die Ecke informieren wir uns über Reiten (30$
für 4 Stunden durch Dschungel, Flüsse und Strand mit Imbiß und
Führer) und Tauchen (40$ für die Tour mit dem Glasbodenboot).
In unserem Hotel gibt es hin und wieder einen Stromausfall, üblicherweise
abends oder nachts - manchmal auch für längere Zeit. Man erkennt es
daran, dass am nächsten Morgen noch die Kerzenstummel auf der Treppe zum
Pool stehen.
UNTERKUNFT: HOTEL PUNTA COCLES BEI PUERTO VIEJO (KARIBISCHE KÜSTE)

Vielen Dank, daß Sie die Geschichte aufmerksam
bis hier verfolgt haben.
Ich hoffe Sie hatten Ihren Spaß dabei. :-)
Im Buch geht es noch einige Seiten weiter . . .
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Mit 29 hochauflösenden Abbildungen, Kurzgeschichte Costa Ricas, Hinweisen
zur Währung und Checkliste für die Reise.
Herzliche Grüße
Ihr
Matthias Weisser