lernen aus der historischen Entwicklung . . .
Es wird gezeigt wie sich die Rechentechnik im Lauf der Zeit entwickelt hat.
Es kamen unterschiedliche Technologien zum Einsatz.
Auf Rechner mit Mechanik, Relais, Röhren folgten Transistoren und integrierte
Schaltkreise ICs.
Hard- und Software wandelten sich über die Zeit.
Erst durch Halbleitertechnik und integrierte Schaltungen gelang es Massenprodukte
günstig herzustellen.
Durch höhere Integration wurde mehr Rechenleistung auf gleicher Chipfläche
bei kleinerer Spannung möglich.
Viel Freude beim Lesen !
Anfangs gibt es keine Relais, Röhren oder Transistoren mit denen Computer
baubar sind.
Es gibt jedoch Werkstoffe wie Holz oder Metall um Mechaniken bauen zu können.
Daher verwundert es nicht dass erste "Rechner" dann so gebaut werden.
Römer benutzen den Abakus.
Im 17. Jahrhundert gibt es Rechenschieber.
1623 zahnradgetriebene Rechenmaschine (Wilhelm Schickard, Tübingen)
1673 Rechenmaschine mit Staffelwalze für 4 Grundrechenarten (Gottfried
Wilhelm Leibniz)
1833 Idee Analytical Engine mit Recheneinheit, Zahlenspeicher, Steuereinheit
mit Lochkarten, Ein-/Ausgabe (Charles Babbage)
1930 elektromechanischer Analogrechner (Massachusetts)
1936 mechanische Rechenmaschine (Binärziffernmaschine) Z1 (Konrad Zuse)
1937 mechanische Rechenmaschine (Binärziffernmaschine) Z2 (Konrad Zuse)
Weiterentwicklungen gibt es nach 1945.
1950 mechanische Rechenmaschinen mit Handkurbel z.B. bei Fa. Moll
Walther baut Geräte mit Zehnertastatur ab 1952.
Ein Beispiel dafür ist die Walther SM 12 "Admulta".
1962 bekommen die Maschinen ein neues 2-farbiges Design in Glattlack.
Es kommt die Walther Multa GT mit automatischer Summierung der Produkte.
Ab Hannovermesse 1962 gibt es die Walther Multa 32 mit 12 Stellen, Multiplikation,
Druckwerk mit rot/schwarzem Farbband, Memory-Register.
Diese Maschine ist 42.3cm lang, 25.9cm breit und 16cm hoch und wiegt 10kg.
1963 gibt es die Walther Admulta für Addition/Subtraktion/Multiplikation/Division
Die Walther-Büromaschinen GmbH stellt bis 1971 1 Mio mechanische Maschinen
her.
Die Maschinen sind teilweise extrem robust und können 30 Jahre oder länger
halten.
Verschleißteile sind Lager und Riemen die brüchig werden können.
Flexibler als reine Mechanik sind Rechner mit Relais.
1835 Entwicklung Urtyp elektromechanisches Relais (Joseph Henry)
1941 frei programmierbarer Rechner Z3: 600 Relais für Rechenwerk, 1600
Relais für Speicher (Konrad Zuse)
1941 Arbeit an programmierbarem Rechner Z4 (Konrad Zuse)
1944 Relaisrechner Harvard Mark I programmiert über Lochstreifen (Howard
H. Aiken)
1945 Automatic Sequence Controlled Calculator ASCC, 3300 Relais, 78 Addiermaschinen,
72 Register, 5t, 15.5m lang, Lochkarten (IBM)
1947 Aufbau programmierbarer Rechner Z4 aus 20 Kisten. Taktfrequenz 40Hz,
7.5x so schnell wie Z3 (Konrad Zuse)
Nachteile solcher Rechner sind
- Größe, Kosten, Energiebedarf für Relaisspulen
- langsame Rechengeschwindigkeit
- begrenzte Zuverlässigkeit wg. Verschleiß Relaiskontakte
- Kontaktprobleme
- schwierig Fehler in komplex aufgebautem Rechner zu finden
- Reparatur erfordert Spezialisten, Zeit, ist teuer
Elektronen-Röhren können Relais ersetzen was Vorteile bringt wie
+ weniger Kontaktprobleme weil keine mechanischen Kontakte
+ viel höhere Schaltgeschwindigkeit als Relais -> höhere Rechengeschwindigkeit
1944 Colossus. 2500 Röhren, 8kW Stromverbrauch. 3.5 x 5m groß (Tommy
Flowers)
1946 Electronic Numerical Integrator and Calculator ENIAC I. 40 Module 2.7m
hoch, 27t Gewicht,
17468 Röhren, 7200
Dioden, 1500 Relais, 70000 Widerstände, 10000 Kondensatoren,
150kW, 170qm Fläche,
1000 Berechnungen/Sekunde (Eckert, Mauchley)
1951 UNIVersal Automatic Computer UNIVAC I (Eckert-Mauchly Computer Corporation)
1952 Relais-/Röhrenrechner ARRA (Mathematisches Zentrum Amsterdam)
1954 Relais-/Röhrenrechner ARRA II
1955 programmierbarer Rechner mit Röhren Z22 (Konrad Zuse)
Nachteile von Röhren sind
- Größe, Kosten, großer Energiebedarf für Heizung Kathode,
viel Abwärme
- begrenzte Zuverlässigkeit weil Heizungen defekt werden können
- nachlassende Emissionsfähigkeit Röhrenkathode
- können undicht werden am Sockel
- Kontaktprobleme an Röhrensockeln denkbar
Transistoren können Röhren ersetzen was Vorteile bringt wie
+ geringere Kosten da kein Glaskolben mit Vakuum und Heizung
+ drastisch weniger Energiebedarf
+ viel kleinere Spannung
+ längere Lebensdauer da keine Heizung
+ deutlich kleinere Rechensysteme
+ keine Kontaktprobleme weil keine Röhrensockel
+ hohe Schaltgeschwindigkeiten -> hohe Rechengeschwindigkeit.
1928 Patent zu Transistor ähnlich FET (Julius Edgar Lilienfeld)
1934 Patent zu Feldeffekttransistor (Oskar Heil)
1943 patentierte gedruckte Leiterplatte (Paul Eisler)
1947 funktionsfähiger PNP-Germanium-Transistor im Bell-Laboratorium (Shockley,
Bardeen, Brattain)
1947 besser funktionierender PNP-Germanium-Halbleiterverstärker Transistron
(Matare, Welker)
1950 französische PNP-Germanium-Spitzen-Transistoren "Kristall-Triode"
mit 3-stelligen Seriennummern
1953 erster Silizium-Einkristall im Labor Siemens-Schuckert-Werke in Pretzfeld
(Siemens-Verfahren)
1952 Muster-Transistor von Bell Labs bei Siemens & Halske AG
1952 Fertigung von Transistoren bei Telefunken
1952 Massenfertigung Transistoren in den Niederlanden bei Philips
1953 Muster Transistorradio auf Basis 4 Punktkontakttransistoren von Intermetall
1954 Fertigung 1. kommerziell erhältliches Transistorradio Europas bei
Philips
1954 erster funktionsfähiger Silizium-Transistor. Reines Si von DuPont
(Gordon Teal)
1954 Transistor-Radio Regency TR-1 im Taschenformat. 4 npn-Transistoren, 1
Diode (Texas Instruments) 49.95$
1955 TRansistorized Airborne DIgital Computer TRADIC (AT&T Bell Labs)
1955 Fertigung Transistoren bei R.P.C.
1957 Mesa-Diffusionstechnik für Siliziumtransistoren (Fairchild Semiconductor)
Auftrag für 100
Mesa-Transistoren a 150$ von IBM. Siliziumtransistor 2N696
1958 Electrologica X1 mit Germanium-Transistoren, Dioden (Bart Loopstra, Carel
Scholten)
1959 CDC1604 mit Transistoren, 208kHz, 32000 Worte a 48 bit Magnetkern-Speicher
mit 6.4us
100000 Operationen/s
(Seymour Cray, Control Data Corporation)
1959 IBM 1401 mit Transistoren, Kondensatoren, Dioden auf Platinen
1961 Fertigung Germanium Mesa-Transistoren bis 1 GHz bei Siemens
1961 Rechner TR4 mit Leiterplatten Ge-Transistoren, Dioden, Widerstände,
Kondensatoren.
Ferritkerne, binärer
Parallelrechner, Takt 2MHz, 2kW. Kosten 5 Mio DM.. Telefunken
1962 programmierbarer Rechner mit Transistoren Z25 (Konrad Zuse)
1964 erster Tischrechner mit Transistoren, Kernspeicher IME 84 (Industria
Macchine Elettroniche)
1964 erste Messe Electronica in München, Messegelände bei Theresienwiese
- 407 Ausstellerfirmen
Nachteile von Transistoren sind
- begrenzte Anzahl davon auf einer Leiterplatte möglich
- Defekt bei Überspannung, Überstrom
| Integrierte Schaltungen ICs |
mehrere Transistorfunktionen auf 1 Chip integriert. Vorteile sind
+ kleiner als Einzeltransistoren da Integration der Transistoren
+ niedrigerer Preis pro Transistor bei diversen Transistoren
+ keine Leiterplatte für die Transistoren nötig
+ keine Leiterbahnen mit Lötstellen für die Transistoren nötig
+ keine einzelnen Widerstände nötig
+ kleinere Spannungen möglich -> weniger Energiebedarf
1958 Integration Widerstände, Kondensatoren, Transistoren, Dioden auf
Silizium mit Drähten (Jack Kilby, Texas Instruments)
1958 planar integrierte Si-Schaltung mit C,B,E in 1 Ebene an Chipoberfläche
(Jean Hoerni, Fairchild)
1958 Integration Widerstände, Kondensatoren, Transistoren, Dioden auf
Silizium mit Metallschicht (Robert Noyce, Fairchild)
1959 erstes IC "Solid Circuit" auf Germanium 1 Transistor, 3 Widerstände,
1 Kondensator (Jack Kilby, Texas Instruments)
1960 FET mit isoliertem Gate MOSFET (M. M. Atalla, Dawon Kahng, Bell-Labs)
1960 Herstellung MOS-Transistor (Karl Zaininger, Charles Mueller, RCA)
1961 monolitisch integrierte Schaltung mit Metallschicht (RTL-Patent Bob Noyce,
Fairchild)
1962 Integrierte Schaltung mit 16 Transistoren (Fred Heiman, Steven Hofstein,
RCA)
1962 DTL-Logik-Familie (Signetics)
1963 Operationsverstärker uA702 (Robert Widlar, Fairchild) 300$
1964 p-Kanal-MOSFET GME1004 (General Microelectronics)
1964 p-Kanal-MOSFET FL100 (Fairchild)
1964 n-Kanal-MOSFET 3N98 (RCA)
1965 verbesserter Operationsverstärker uA709 (Robert Widlar, Fairchild)
70$
1966 Standard TTL Quad Nand Gate-Gatter mit 2 Eingängen (Fairchild)
1967 verbesserter Operationsverstärker LM101 (Robert Widlar, National
Semiconductor)
1967 DTL-Logik-Array mit 32 Gattern (Fairchild)
1968 verbesserter Operationsverstärker uA741 (Dave Fullagar, Fairchild)
1970 DRAM-Speicher 1103 mit 1024bit. 3 Transistoren pro Speicherzelle (Intel)
1971 NE555-Timer (Signetics)
1971 TTL-Logik 7400 4x 2 Input NAND gate (Signetics)
1973 Anwendung TTL-Schaltungen erklärt: "Das TTL-Kochbuch"
(Eilhard Haseloff, Texas Instruments)
1978 Fairchild Advanced Schottky TTL (FAST)-Logik (Fairchild)
1985 Fairchild Advanced CMOS Technologie (FACT)-Logik (Fairchild)
1986 CMOS NVM Non Volatile Memory nichtflüchtig, elektrisch löschbar
(Fairchild)
Nachteile von ICs sind
- ggf. empfindlich gegen Überspannung und ESD-Entladung
- bei Defekt eines Transistors auf dem Chip Ausschuss
- defekte ICs nicht wie Transistorschaltungen reparierbar
| hochintegrierte Schaltungen
LSI-ICs |
viele Transistorfunktionen auf 1 Chip integriert. Vorteile sind
+ viel kleiner als Einzeltransistoren da Integration vieler Transistoren
+ niedrigerer Preis pro Transistor bei den vielen Transistoren
+ keine Leiterplatte für viele Transistoren nötig
+ keine Leiterbahnen mit Lötstellen für viele Transistoren nötig
+ keine einzelnen Widerstände nötig
+ kleinere Spannungen möglich -> weniger Energiebedarf
1967 erster Taschenrechner (Jack Kilby, Jerry Merryman, James Van Tassel,
Texas Instruments)
1969 4-Chips für Rechenmaschinen: 4bit Logik-IC CPU, ROM, RAM, Schieberegister
(Ted Hoff, Intel)
1970 Entwicklung Intel 4001 (2048bit ROM), 4002 (320bit RAM), 4003 (10bit
Schiebereg.), 4004 (4bit CPU)
1972 wissenschaftlicher Taschenrechner HP-35 (Tim Osborne, Dave Cochran) für
2000 DM
1974 Taschenrechner Triumph Adler 88T mit grüner Fluoreszenzanzeige 260
DM
1978 Taschenrechner Brother 738SR mit stromsparender LCD-Anzeige 129 DM
1979 programmierbarer Taschenrechner Casio FX501P mit stromsparender LCD-Anzeige
178 DM
1985 Field Programmable Gate Array FPGA XC2064 mit 64 Logikblöcken (Ross
Freeman, Xilinx)
Mein Taschenrechner am Gymnasium - ein Triumph-Adler 88T mit grüner Fluoreszenzanzeige
und Sin/Cos/Tan, aber ohne Exponentenanzeige - kostete mich 260 DM. Die 4
NiCd-Akkus waren rasch leer. Der Brother 738SR für das Mathe/Physik-Abitur
1979 lief mit seiner stromsparenden LCD-Anzeige mit 2 LR44-Knopfzellen mehr
als 1 Jahr. Der programmierbare Casio FX501P war ebenso sparsam und diente
mir bis 1989.
Nachteile von LSI-ICs sind
- unflexibel da fest auf dem Chip verdrahtet
- empfindlich gg. Überspannung und ESD-Entladung
- bei Defekt eines Transistors auf dem Chip Ausschuss
- defekte ICs nicht wie Transistorschaltungen reparierbar
Kleinere Strukturen in der Halbleiterindustrie ermöglichten die Integration
von immer mehr Transistoren bei steigenden Taktfrequenzen und fallender Spannung.
Die Entwicklung ging von 4bit über 8bit, 16bit, 32bit zu 64bit-Systemen.
viele Transistorfunktionen für Recheneinheit auf 1 Chip integriert. Vorteile
sind
+ viel kleiner als Einzeltransistoren bei Integration vieler Transistoren
+ niedrigerer Preis pro Transistor bei vielen Transistoren
+ keine Leiterplatte für viele Transistoren nötig
+ keine Leiterbahnen mit Lötstellen für viele Transistoren nötig
+ keine einzelnen Widerstände nötig
+ kleine Spannungen möglich -> weniger Energiebedarf
1971 Mikroprozessor Intel 4004 mit 2300 Transistoren, 4 Chips Programmspeicher,
Datenspeicher, Schnittstellen,
CPU - Leistung wie ENIAC (Federico Faggin 80h/Woche)
1972 8bit Mikroprozessor Intel 8008 als Nachfolger 4004 mit 2250 Transistoren,
108kHz
1974 erster vollwertiger 8bit-Mikroprozessor Intel 8080 mit 4500 Transistoren,
2MHz
1974 8bit Mikroprozessor Motorola 6808
1975 8bit Mikroprozessor AMD 8080A
1976 8bit Mikroprozessor Zilog Z80 (Federico Faggin)
1978 16bit Prozessor Intel 8086 mit 29000 Transistoren, 20bit Adressraum bis
1MB, 5-10MHz
1979 16bit Prozessor Intel 8088 mit 8bit-Datenbus
1979 32bit Prozessor Motorola 68000 mit 68000 Transistoren auf 44qmm, 24bit
Adressraum
1982 16bit Prozessor Intel 80286 mit 134000 Transistoren für AT-Rechner
1984 32bit Prozessor Motorola 68020 mit 2-3 MIPS
1985 32bit Prozessor Intel 386DX-16 mit 275000 Transistoren
1993 32bit Prozessor Intel Pentium 80586 60-233MHz 3.1 Mio Transistoren, 4GB
Adressraum
1995 32bit Prozessor Intel Pentium Pro 150-200MHz
1997 32bit Prozessor Intel Pentium II 80686 233-400MHz
1999 32bit Prozessor Intel Pentium III 450-600MHz
2000 32bit Prozessor Intel Pentium 4 1.3-2GHz
2004 32bit Prozessor Intel Pentium 4 Prescott 3,8GHz
2023 64bit Prozessor Intel Core i9 mit 16 CPU, 5.5GHz usw.
Mikroprozessoren lebten von Basisentwicklungen wie die 4 Chips der 4000-Serie
von Intel, deren Integration zum Durchbruch mit den 8bit-Controllern 8080
und 8085 führte. Der Z80 war noch fortschrittlicher. Es folgte der 16bit-Prozessor
Z8000.
Nachteile von Mikroprozessoren sind
- unflexibel da fest auf dem Chip verdrahtet
- empfindlich gg. Überspannung und ESD-Entladung
- bei Defekt eines Transistors auf dem Chip Ausschuss
- defekte ICs nicht wie Transistorschaltungen reparierbar
In den 70er Jahren sind Computer kein Allgemeingut. Es gibt nur wenige in
privater Hand. Diese werden meist nicht in Serie produziert und sind daher
teuer. Versuche das zu ändern kommen von Apple, Atari, Commodore und
durch IBM-kompatible Rechner aus Fernost.
1950 Magnetkernspeicher für Daten/Befehle für 4000 Zeichen schrankgroß.
Ferritkernringe mit Fädeldraht
1956 magnetische Festplatte IBM 350 Model 1 mit 3.75MB, 50 Magnetscheiben,
1000kg, groß wie Kleiderschrank
1968 Demonstration Computermaus (Douglas C. Engelbart) -> Patent 1970
1969 Verbindung Rechner Utah, Kalifornien per Arpanet, Telnet-Protokoll, Vorläufer
Internet (Leonard Kleinrock)
1970 Entwicklung EPROM Intel 1702 auf Basis PMOS-Floating-Gate-Struktur (Dov
Frohman, Intel)
1970 Betriebssystem für mehrere Nutzer in 8kB Assembler für PDP-7
(Ken Thompson, Dennis Ritchie)
1971 HP 9810A-Computer von Hewlett Packard, rotes 3 Zeilen-LED-Display für
Register X, Y, Z kostet $2475
1972 Austausch emails mit @ als brauchbare Anwendung Arpanet (Raymond Tomlinson)
1973 Erfindung Ethernet von Xerox, Intel, DEC zu offenem Standard entwickelt
1973 Entwicklung durchsichtiger berührungssensibler Monitor. Touchscreen
(Frank Beck, Bent Stumpe)
1073 Xerox Alto mit 128kB RAM, Festplatte 2.5MB, graphische Benutzeroberfläche.
Maus. (Xerox) 12000$
1974 Internetprotokoll Transmission Control Protocol TCP/IP (Vinton Cerf,
Robert E. Kahn)
1970 Entwicklung NMOS-EPROM Intel 2708 mit UV-Fenster (George Perleos, Intel)
1975 Altair 8800-Computer, programmiert per Kippschalter, kein Speicher (Ed
Roberts) 400$
1976 Registered Jack RJ-Stecker standardisiert für Telefon, Netzwerk
RJ45
1976 Apple I-Rechner in Heimarbeit. Fa. Apple Computer (Steve Wozniak, Steve
Jobs, Ron Wayne)
1977 Apple II-Rechner
1977 Interfacekarte General Purpose Interface Bus GPIB (James Truchard, Jeff
Kodosky, Bill Nowlin, National Instruments)
1977 Personal Electronic Transactor PET 2001 1MHz MOS6502, 4kB RAM, ROM-BASIC,
integrierter 9"-Schwarzweiß-
Monitor 25 Zeilen a 40 Zeichen,
Kassettenlaufwerk als Speicher (Chuck Peddle, Commodore) 2999 DM
1979 Compact Disc CD (Philips, Sony)
1980 Volkscomputer VC20 1.1MHz MOS6502, 5kB RAM, Grafik-Chip 8 Farben 176x184
pixel (Jack Tramiel, Commodore) 899 DM
1981 IBM-PC 5150 mit Intel 8088, 4.77MHz, 48kB RAM, 5 ISA-Slots, Floppy Disc
5 1/4" 160kB,
Betriebssystem PC-DOS (Philip Don
Estridge)
1981 500000 Internetnutzer
1983 Entwicklung GPIB-Interface für PC (National Instruments)
1983 Apple Lisa mit 68000, graphischer Bedienoberfläche, 1MB RAM
1984 Apple Macintosh mit 68000, graphische Oberfläche, Maus, CRT-Schwarzweißbildschirm
2500$
1984 erste email aus USA nach Deutschland, mails in Deutschland
1984 IBM PC AT mit Intel 80286, 6MHz, 24bit Adressbus -> 16MB RAM, 1.2MB
Floppy Disk 5 1/4"
1985 Atari 520ST mit 68000, 8MHz, 512kB RAM, 3 1/2" Laufwerk, MIDI-Schnittstelle,
Betriebssystem TOS 800$
1985 Amiga 1000 mit 68000, Custom-Chips für Grafik, Sound. 4096 Farben.
Multitasking-Betriebssystem (Commodore)
1988 transatlantisches faseroptisches TAT-8-Kabel kann 10x mehr Anrufe als
Kupferkabel davor
1989 Antrag für Information Management am Cern. Beschreibung World Wide
Web
http, url, html-HyperText
Markup Language, Aufbau Browser (Tim Berners-Lee)
1990 Freischaltung erste Internetseite (Tim Berners-Lee)
1992 1 Mio Internetnutzer
1993 Cern gibt World Wide Web für die Öffentlichkeit frei
1993 32bit CPU Intel Pentium 80586 60-233MHz
1993 haben 80% aller PC Windows von Microsoft
1995 erobert Windows 95 die Welt
1998 bessere Internetsuchmaschine Google, Ära Web 2.0 (Larry Page, Sergey
Brin)
1998 Nutzung World Wide Web über Internet bei BMW
2000 USB-Stick mit Flash-Speicher 8-32MB (IBM)
2004 Social Media Plattform Facebook
2005 Social Media Plattform Youtube
2006 Social Media Plattform Twitter
2020 Transatlantik-Kabel Marea kann 24Tb/s übertragen über jede
der 8 Glasfasern
2023 64bit CPU Intel Core i9 mit 16 CPU, 5.5GHz bis 128GB RAM
1977 gibt es am Asam-Gymnasium einen Computerraum mit HP9810A-Rechner. Ein
rotes LED-Display mit 3 Zeilen zeigt Rechenregister X, Y, Z an. Programme
werden auf Magnetstreifen (eingebaute Lese-/Schreib-Einheit) oder auf Loch-/Strichkarten
(Lesegerät HP98603A) gespeichert. Der Plotter HP98623A erlaubt hochauflösende
graphische Ausgaben auf Papier.
Die US-Preise liegen bei $2475 für den Basis-Rechner, $675 für den
eingebauten kleinen Drucker, $485 für den externen Plotter, $500 für
500 weitere mögliche Programmschritte, $485 für das Mathe-Modul
Sin/Cos + Plotten, $485 für das Statistik-Modul.
Das System wurde als Nachfolger des HP9100A mit Röhrenbildschirm eingeführt
und hat ICs für RAM, ROM und Logik. 3 ROM-Blöcke können in
Steckplätze hinter dem Display gesteckt werden. Zusätzliches RAM
ist möglich für Programme oder Daten. Bis 2036 Programmschritte
sind möglich.
Der HP 9810A von 1971 ist dank seines breiten Datenbus ca. 4x schneller wie
der HP 48SX von 1990.
Leider setzt sich die bessere 68000-Architektur gegenüber 8086/80x86
bei PCs nicht durch. IBMs PC-Design mit Steckplätzen die eine Erweiterung
erlauben fand Nachahmer und verbreitete sich durch billigere kompatible Rechner
aus Fernost rasch.
1987 kostet mein IBM-AT-kompatibler PC mit 80286, 10MHz, 640kB RAM, 20MB-Platte,
Monochrom-Monitor, Maus 6140 DM.
1995 erwerbe ich eine Netzwerkkarte mit der Daten zwischen 2 PCs per Kabel
einfach übertragen werden können.
2001 kostet mein Aldi-Laptop mit Pentium III, 850MHz, 128MB RAM, 10GB-Platte,
14.4"-Display, 8-fach DVD 2998 DM.
Heute gibt es gebrauchte Laptops mit hochauflösendem TFT-Display günstig.
Damit ist dieser Ausflug in die Computer-Historie beendet und ich hoffe daß
Sie Spaß daran hatten !